DiTaBo regional Wildblumenwiese
40,98 €
Lieferzeit: 2-5 Werktage
DiTaBo® Regional Wildblumenwiese: heimische Wildblumen für 100 m²
Warum eine regionale Wildblumenwiese?
- Mehr Blütenvielfalt: unterschiedliche Arten und Blühzeitpunkte sorgen über die Vegetationsperiode für wechselnde Blühaspekte.
- Lebensraum und Nahrung: Blüten, Samenstände und Pflanzenstrukturen können Bienen, Hummeln, Schmetterlingen, Käfern und Vögeln Nahrung und Rückzugsräume bieten.
- Mehrjähriges Konzept: die Wiese entwickelt sich über mehrere Vegetationsperioden und muss nicht jährlich neu eingesät werden.
- Regional abgestimmt: vier Produktvarianten erleichtern die Auswahl passend zum Standort in Deutschland.
- Pflegearm nach Etablierung: eine Wildblumenwiese benötigt deutlich weniger Schnitttermine als klassischer Gebrauchsrasen.
Eine Wildblumenwiese ist kein bunt gefärbter Rasen, sondern ein eigenes Pflanzensystem. Genau darin liegt ihr ökologischer Wert: Verschiedene Wildblumenarten entwickeln sich zu unterschiedlichen Zeiten, bilden Blüten, Samenstände und Überwinterungsstrukturen und schaffen dadurch über längere Zeiträume ein abwechslungsreiches Angebot für Tiere. Die DiTaBo® Regional Wildblumenwiese kombiniert diesen naturnahen Ansatz mit einer einfachen Auswahl nach vier Regionen Deutschlands.
Die Mischung ist besonders für Gartenbesitzer, Kommunen, Wohnanlagen und Landschaftsprojekte interessant, bei denen eine artenreiche, mehrjährige Blühfläche entstehen soll. Anders als bei kurzlebigen einjährigen Blumenmischungen ist die volle Wirkung nicht ausschließlich auf das erste Jahr ausgelegt: Mehrjährige Wildpflanzen bauen ihren Bestand schrittweise auf und können sich in den Folgejahren zunehmend etablieren.
Welche Region ist die richtige: Nord, West, Ost oder Süd?
Wählen Sie die Region immer nach dem Standort der Ansaatfläche – nicht nach Lieferadresse oder Unternehmenssitz. Die vier Varianten dienen einer einfachen regionalen Zuordnung innerhalb Deutschlands.
100 % Blumen oder 50 % Blumen / 50 % Gräser?
Beide Varianten sind für eine naturnahe Begrünung gedacht, erzeugen aber ein unterschiedliches Flächenbild. Entscheidend ist, ob möglichst viel Blütencharakter oder eher der klassische Charakter einer Blumenwiese mit Gräseranteil gewünscht wird.
100 % Blumen
- 100 % Blumen innerhalb der Reinsaat
- 10 % Saatgut / 90 % Ansaathilfe
- besonders hoher Fokus auf Blühpflanzen
- Wuchshöhe je nach Bestand und Standort etwa 60–140 cm
- nach erfolgreicher Etablierung sehr geringer Pflegeaufwand möglich
Ideal, wenn eine deutlich blütenbetonte Fläche für Garten, Insektenbeobachtung und naturnahe Gestaltung im Vordergrund steht.
50 % Blumen / 50 % Gräser
- 50 % Blumen und 50 % Gräser innerhalb der Reinsaat
- 15 % Saatgut / 85 % Ansaathilfe
- dichterer, wiesenartiger Gesamteindruck
- Wuchshöhe typischerweise etwa 80–100 cm vor dem Schnitt
- je nach Nutzung und Wachstum meist zwei bis drei Mahdtermine möglich
Passend, wenn neben dem Blütenangebot auch eine dauerhafte, klassische Wiesenstruktur mit Gräsern gewünscht wird.
Wildblumenwiese richtig aussäen: Zeitpunkt, Boden und Bewässerung
- Standort: sonnig bis halbschattig; die größte Blütenvielfalt entsteht meist auf ausreichend hellen Flächen.
- Boden: unkrautfrei, offen und feinkrümelig vorbereiten; nährstoffarme bis mäßig nährstoffreiche Böden sind für viele Wildarten günstig.
- Aussaat: Saatgut mit Ansaathilfe gleichmäßig verteilen und nur oberflächennah ausbringen.
- Bodenschluss: anschließend anwalzen oder gut andrücken – nicht tief einarbeiten.
- Feuchtigkeit: die oberste Bodenschicht während der Keimphase möglichst gleichmäßig feucht halten.
- Nicht düngen: hohe Nährstoffgaben fördern konkurrenzstarke Gräser und Beikräuter und können die Wildblumenvielfalt reduzieren.
Checkliste: Wildblumenwiese erfolgreich anlegen
Haken Sie die Schritte vor und nach der Aussaat ab.
Geduld zahlt sich aus: So entwickelt sich Ihre Wildblumenwiese
Nach der Aussaat beginnt eine Phase, die bei Wildblumensaat häufig unterschätzt wird: Keimung und Bestandsentwicklung sind deutlich langsamer und ungleichmäßiger als bei klassischem Rasensamen. Erste Keimlinge können je nach Art und Bedingungen nach einigen Wochen erscheinen. Andere Arten benötigen deutlich länger oder reagieren erst nach Temperaturwechseln und winterlichen Kältereizen.
Auf nährstoffreicheren und ausreichend feuchten Standorten kann sich bereits im ersten Sommer ein deutlich sichtbarer Bestand entwickeln. Auf trockenen, mageren oder sehr konkurrenzreichen Flächen ist die Entwicklung häufig langsamer. Gerade nach einer Frühjahrsansaat kann die Fläche im ersten Jahr noch lückig aussehen. Das bedeutet nicht automatisch, dass die Ansaat fehlgeschlagen ist.
So verändert sich die Fläche: 4 Wochen vs. 3 Monate
Die folgenden Aufnahmen zeigen die typische Entwicklung einer tatsächlich angesäten DiTaBo Regional Wildblumenwiese. Besonders in den ersten Wochen kann die Fläche noch offen und unscheinbar wirken. Mit zunehmender Etablierung verändert sich das Erscheinungsbild deutlich.
Hinweis: Die Entwicklung einer Wildblumenwiese ist immer standort- und witterungsabhängig. Die Bilder zeigen ein Praxisbeispiel und keine garantierte Entwicklung innerhalb eines festen Zeitraums.
Pflege im Ansaatjahr: Warum der Schröpfschnitt so wichtig ist
In frisch bearbeiteten Böden keimen häufig zuerst Samen von unerwünschten Beikräutern. Diese wachsen teilweise schneller als die eingesäten Wildpflanzen und konkurrieren um Licht, Wasser und Raum. Deshalb ist der Schröpfschnitt eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen im Ansaatjahr.
- Zeitpunkt: etwa 8–10 Wochen nach der Ansaat beziehungsweise sobald Beikräuter die junge Mischung deutlich überragen.
- Schnitthöhe: ungefähr 5–6 cm, sofern die junge Wildblumenmischung dadurch nicht geschädigt wird.
- Wiederholung: bei erneut starkem Beikrautaufwuchs 1–2 Mal wiederholen – möglichst vor der Samenreife der unerwünschten Arten.
- Mahdgut: bei hoher Blattmasse von der Fläche entfernen, damit die jungen Wildpflanzen nicht abgedeckt werden.
- Problemunkräuter: einzelne Pflanzen wie Stumpfblättrigen Ampfer möglichst früh mitsamt Wurzel entfernen.
Nach erfolgreicher Etablierung unterscheiden sich die Pflegeziele der Varianten: Eine reine Blumenmischung kann je nach Standort mit einem sehr extensiven Schnittregime auskommen. Die Mischung aus 50 % Blumen und 50 % Gräsern profitiert eher von einem klassischen Wiesenmanagement mit mehreren möglichen Schnittterminen. Schnittgut sollte grundsätzlich von der Fläche entfernt werden, damit der Standort nicht unnötig mit Nährstoffen angereichert wird.
Welche Wildblumen sind enthalten?
Die genaue Artenzusammensetzung kann je nach Region und Verfügbarkeit variieren. Typische Arten der DiTaBo Regional Wildblumenwiese sind beispielsweise:
| Wildblumenart | Typische Blütezeit | Farbe | Wuchshöhe |
|---|---|---|---|
| Kleiner Odermennig (Agrimonia eupatoria) | Juni–September | Gelb | ca. 30–150 cm |
| Echtes Barbarakraut (Barbarea vulgaris) | April–Juli | Gelb | ca. 30–60 cm |
| Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) | Juni–August | Blau | ca. 30–60 cm |
| Klatschmohn (Papaver rhoeas) | Mai–Juli | Rot | ca. 30–60 cm |
| Kornblume (Centaurea cyanus) | Mai–Juli | Blau | ca. 30–90 cm |
| Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium) | Juni–Oktober | Weiß bis Rosa | ca. 30–60 cm |
| Spitzwegerich (Plantago lanceolata) | April–September | unscheinbar braun-grün | ca. 10–50 cm |
Einjährige Arten wie Kornblume oder Klatschmohn können bereits im Ansaatjahr für sichtbare Blüten sorgen. Viele typische Wiesenarten entwickeln ihren charakteristischen Bestand dagegen erst ab dem zweiten Jahr. Gerade diese zeitlich versetzte Entwicklung ist ein wesentlicher Unterschied zu kurzfristigen Zierblumenmischungen.
Wie viel Saatgut brauche ich für meine Fläche?
Flächenrechner für die DiTaBo Regional Wildblumenwiese
Eine Verkaufseinheit ist für ca. 100 m² vorgesehen. Die Angaben beziehen sich auf die gebrauchsfertige Mischung inklusive Ansaathilfe.
Faustregel: Fläche (m²) × 20 g = benötigte Menge der gebrauchsfertigen Saatmischung inklusive Ansaathilfe.
DiTaBo Regional oder echtes Regiosaatgut nach Ursprungsgebiet?
Die Begriffe regional und Regiosaatgut werden im Alltag oft gleich verwendet, meinen aber nicht zwingend dasselbe. Die DiTaBo Regional Wildblumenwiese bietet eine einfache Auswahl über vier Regionen und ist insbesondere für private und viele innerörtliche Anwendungen interessant. Bei naturschutzrechtlich oder planerisch definierten Projekten kann dagegen ein konkretes Ursprungsgebiet gefordert sein.
| Kriterium | DiTaBo Regional Wildblumenwiese | Regiosaatgut nach Ursprungsgebiet | Konventionelle Blumenmischung |
|---|---|---|---|
| Regionale Auswahl | 4 Zonen: Nord, West, Ost, Süd | Zuordnung zu einem konkreten Ursprungsgebiet | häufig keine definierte regionale Herkunft |
| Typischer Einsatz | Privatgärten, innerörtliche Grünflächen, naturnahe Gartenprojekte | freie Natur, Ausgleichs- und Kompensationsflächen, Ausschreibungen mit Herkunftsvorgabe | Zierflächen und kurzfristige Blüheffekte – abhängig von der Mischung |
| Artenwahl | heimische Wildblumen, regional abgestimmt | gebietseigene Arten mit dokumentierter Herkunft | kann Zier-, Kultur- oder nicht regionale Arten enthalten |
| Herkunftsnachweis | regional erzeugt; nach regionalen Saatgut-Richtlinien | konkreter Herkunftsnachweis gemäß gefordertem Zertifizierungssystem | nicht zwingend regional dokumentiert |
| Auswahlaufwand | sehr einfach nach Bundesland | Ursprungsgebiet und Standortanforderungen müssen bestimmt werden | meist nur nach Blühaspekt oder Nutzung |
Für Projekte mit definierter Herkunft: Regiosaatgut auswählen
Für Ausschreibungen, Ausgleichsflächen und Projekte, bei denen ein konkretes Ursprungsgebiet oder ein detaillierter Herkunftsnachweis gefordert wird.
Regiosaatgut auswählenFür besonders blütenbetonte Gartenflächen mit hohem Anteil heimischer Wildblumen und minimalem Gräseranteil.
Als Variante auf dieser Produktseite auswählenFür einen klassischeren Wiesencharakter mit dauerhafter Kombination aus Wildblumen und Gräsern.
Als Variante auf dieser Produktseite auswählenHäufige Fragen zur DiTaBo® Regional Wildblumenwiese
Welche Region muss ich auswählen?
Wählen Sie die Region anhand des Bundeslandes, in dem die Wildblumenwiese tatsächlich ausgesät wird: Nord für Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein; West für Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland; Ost für Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen; Süd für Baden-Württemberg und Bayern.
Reicht eine Packung wirklich für 100 m²?
Ja. Eine Verkaufseinheit ist für etwa 100 m² ausgelegt. Die gebrauchsfertige Mischung inklusive Ansaathilfe wird mit ungefähr 20 g/m² verteilt. Wichtig ist, die Mischung vor und während der Aussaat regelmäßig durchzumischen und möglichst in zwei gekreuzten Arbeitsgängen auszubringen.
Was ist der Unterschied zwischen 100 % Blumen und 50 % Blumen / 50 % Gräsern?
Die Variante 100 % Blumen legt den Schwerpunkt auf einen möglichst hohen Blütenanteil. Die 50/50-Variante enthält zusätzlich einen deutlichen Gräseranteil und entwickelt dadurch stärker den Charakter einer klassischen Blumenwiese. Auch das spätere Schnittmanagement kann sich unterscheiden.
Warum besteht die Mischung zu einem großen Teil aus Ansaathilfe?
Wildblumensamen sind sehr leicht und werden nur in kleinen Mengen pro Quadratmeter benötigt. Die Ansaathilfe erhöht das Volumen der auszubringenden Mischung und hilft dabei, die Samen gleichmäßiger über die Fläche zu verteilen. Sie ist deshalb ein funktionaler Bestandteil der gebrauchsfertigen Mischung und kein Ersatz für Saatgut.
Wann ist die beste Zeit für die Aussaat?
Besonders geeignet sind Frühjahr und Herbst. Im Frühjahr liegt das günstige Zeitfenster meist zwischen März und Mitte Mai. Im Herbst sind September und Oktober häufig ideal; abhängig von Region und Witterung kann auch eine spätere Aussaat möglich sein. Heiße und trockene Sommerphasen sollten vermieden werden.
Wie lange dauert es, bis die Wildblumen keimen?
Wildblumen keimen deutlich uneinheitlicher als Rasengräser. Erste Arten können nach einigen Wochen sichtbar werden, während andere Arten deutlich länger benötigen oder erst nach Temperaturwechseln beziehungsweise dem Winter keimen. Eine lückige Fläche in den ersten Wochen ist daher normal.
Muss ich nach der Aussaat bewässern?
Ja. Die oberste Bodenschicht sollte während der Keimphase möglichst gleichmäßig feucht bleiben. Entscheidend ist eine feuchte Keimzone ohne Verschlämmung oder Staunässe. Gerade deshalb sind Frühjahr und Herbst oft leichter zu bewirtschaften als heiße Sommermonate.
Was ist ein Schröpfschnitt und wann wird er gemacht?
Der Schröpfschnitt reduziert schnell wachsende unerwünschte Beikräuter, damit die jungen Wildpflanzen genügend Licht und Raum erhalten. Er wird typischerweise etwa 8–10 Wochen nach der Ansaat beziehungsweise bei deutlicher Überwucherung durchgeführt. Bei erneutem starken Beikrautaufwuchs kann er ein- bis zweimal wiederholt werden.
Darf ich die Wildblumenwiese düngen?
Eine reguläre Rasendüngung ist nicht empfehlenswert. Viele Wildblumen profitieren von eher nährstoffarmen bis mäßig versorgten Standorten. Zusätzlicher Stickstoff kann konkurrenzstarke Gräser und Beikräuter fördern und dadurch die Artenvielfalt der Blumenwiese verringern.
Wie oft muss die Wildblumenwiese gemäht werden?
Das hängt von der gewählten Variante und dem Standort ab. Eine etablierte reine Blumenmischung kann sehr extensiv gepflegt werden, teilweise mit nur einem Schnitt im Spätherbst oder Frühjahr. Bei der 50/50-Mischung aus Blumen und Gräsern kann ein zwei- bis dreimaliger Mährhythmus sinnvoll sein. Schnittgut sollte möglichst abgeräumt werden.
Muss ich die Wildblumenwiese jedes Jahr neu aussäen?
Nein. Die Mischung enthält mehrjährige Wildpflanzen und ist auf eine dauerhafte Entwicklung ausgelegt. Einjährige Arten sorgen teilweise schon im ersten Jahr für Farbe, während viele mehrjährige Arten erst in den Folgejahren ihre volle Wirkung entfalten.
Ist die Mischung für Schatten geeignet?
Die beste Entwicklung ist in der Regel an sonnigen bis halbschattigen Standorten zu erwarten. In starkem Vollschatten nimmt die Auswahl geeigneter Wildblumenarten deutlich ab und der Blütenreichtum kann geringer ausfallen.
Ist DiTaBo Regional dasselbe wie VWW-Regiosaatgut aus einem Ursprungsgebiet?
Nicht vollständig. Die DiTaBo Regional Wildblumenwiese wird für die einfache Auswahl in vier Regionen Nord, West, Ost und Süd angeboten. VWW-Regiosaatgut arbeitet dagegen mit 22 Ursprungsgebieten und detailliertem Herkunftsnachweis. Für Projekte, bei denen ein bestimmtes Ursprungsgebiet gefordert ist, wählen Sie bitte eine passende Mischung aus der Regiosaatgut-Kategorie.